Zender Orthopädie
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Sportlerversorgung

Mit handwerklichem Umbau von Sportschuhen die Biomechanik verbessern

Es gibt sportliche Situationen und auch individuelle Fehlstellungen im Bewegungsapparat, bei denen konfektionierte Sportschuhe nicht die gewünschte biomechanische Funktion ausüben können. Manchmal entstehen dadurch Beschwerden, manchmal ist auch nur die sportliche Leistung beeinträchtigt. In diesen Fällen sind die handwerklichen Kenntnisse der Orthopädieschuhtechniker gefragt.  Bei der Firma Zender Orthopädie ist dies ein Team um Walter Lauer, der unter anderem für die Sportorthopädie-Schuhtechnik zuständig ist. Wir zeigen Ihnen hier 4 spezielle Fälle, bei denen den Sportlern geholfen werden konnte, indem ihre konfektionierten Schuhe „von der Stange“ umgebaut wurden.

Fall 1 ist ein Leichtathletikschuh, der dem Sportler im Vorfußbereich zu hart war. Dadurch konnte er sich nach eigenem Gefühl nicht gut beim Sprint abstoßen. Unsere Orthopädieschuhtechniker haben dazu Flexionskerben in das steife Vorfußmaterial gefräst, sodass sich der vordere Schuhteil jetzt auch anatomisch korrekt an den Vorfuß anpassen konnte.

Die Ausrichtung der Flexionskerben wurde an die individuelle Anatomie des Läufers und seine Beinrotationsfehlstellung angepasst. Dadurch konnte die "Biomechanik" der Laufbewegung optimiert werden.

Fall 2 zeigt eher das Gegenteil, nämlich einen Schuh, der dem Weitspringer zwar bequem, aber im Rückfußbereich viel zu weich war. Er verlor dadurch Kraft beim Absprung.Zur Korrektur wurde das Sohlenmaterial gelöst, eine Mulde in die Zwischensohle gefräst und diese dann mit Gießharz ausgegossen. Nachdem die Decksohle wieder aufgeklebt war, war von dem Umbau nichts mehr zu sehen, der Schuh war aber komplett steif im Rückfußbereich.

Fall 3 zeigt den Schuh eines Profi-Langstreckenläufers, der unter einer Haglund-Exostose leidet. Durch diese Reizung am Fersenbein ist er sehr druckempfindlich im Bereich der Fersenkappe. Beim rechten Schuh wurde ein Teil der Kunststoffverstrebungen entfernt und auch das harte PVC-Material unter dem Logo-Riemen entfernt. Letzteres ist nicht sichtbar, weil das Leder mit dem Logo wieder aufgebracht wurde.

Fall 4 betrifft einen Fußballspieler mit einer starken Beinlängendifferenz von 2 cm. Um Schmerzen in Hüfte und Rücken zu bekämpfen, wurde der Laufschuh keilkförmig erhöht. Dadurch kann der Fuß immer noch abrollen, und die Schußbewegung wird nicht beeinträchtigt. Beinverkürzungen über 1 Zentimeter lassen sich nicht mehr mit Einlagen ausgleichen. Dann ist handwerkliches Können gefragt, um den Fußballschuh entsprechend umzubauen.

Handwerklich ist vieles möglich, wenn das nötige Fachwissen vorhanden ist, aber auch der Schuh einen Umbau erlaubt. Bei Rückfragen sprechen Sie dazu bitte unseren Herrn Lauer, Tel. 0681/90686-0, an.

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